Moskauaustausch 2015 - Kinderwelt

Moskauaustausch 2015 – Kinderwelt

Sehr geehrte Follower,

verzeihen Sie die Verspätung, mit der die Beiträge erstellt werden, aber wenn man in Moskau ist, dann beschäftigt man sich lieber mit der Stadt selbst, denn hier gibt es so viel zu entdecken und wir bleiben hier nur zwei Wochen. Nun was heute geschah, entnehmen Sie ansatzweise folgendem Erfahrungsbericht:

Der Dienstag war der erste Tag, an dem wir am Unterricht teilnehmen sollten. In der ersten Stunde besprachen wir unsere Berichte. Ab der 2. bis zur 3. Stunde hatten Tanja und ich (wir sind in der Klasse 9w (das Russische Alphabet geht etwas anders: A, B, W, G, D, usw.)) Mathe und Sport. Es wird in dieser Schule oft die Methode „einer steht vorne und erklärt, die anderen schreiben mit“ gebraucht. Das fand ich sehr ungewöhnlich, da in Deutschland doch sehr abwechslungsreich unterrichtet wird. In Sport saßen wir bei den Mädchen in der Turnhalle, die Jungs waren draußen auf dem Sportplatz. Erst wärmten sich alle auf und dann wurde Volleyball gespielt. Was mir dabei auffiel: Sie sind genauso schlecht wie wir (^.^;). Nach der Hospitation machten wir uns wieder mal mit der Metro auf dem Weg. Frau Makova erzählte uns etwas über die Gebäude, dabei hörte ich nur mit halbem Ohr hin. Ich hatte nie wirklich Exkursionen gemocht, also achtete ich viel mehr auf die Menschen. Was für mich total ungewöhnlich ist: Viele russische Frauen tragen Kleider und Röcke und ziehen sich generell eleganter an als so manche Deutsche.

Weiter machten wir uns auf den Weg zu einem hervorstechenden Gebäude. Als wir rein gingen, klappte mir die Kinnlade runter. Es war wie Disneyland in einem ca. 8-stöckigem Haus. Wie genial ist das denn! Wir hatten leider nicht soviel Zeit, uns umzuschauen. Doch, was wir sahen, reichte, um uns klar zu machen: Wir gehen hier nochmal hin. Oben auf dem Dach gab es einen Aussichtspunkt, von dem aus man Moskau gut sehen konnte. Doch das Highlight für mich war die riesige Pendel-Uhr, die durch fast alle Etagen ging. Auch hier fand ein ganz besonderes Ereignis statt: Ich probierte zum ersten mal Bubbletea. Also ich mag’s nicht. Wie kann mal so was nur trinken? Die Kugeln bleiben einem ja im Hals stecken… Zum Schluss schlossen wir alle natürlich noch Blutsbrüderschaft, ganz auf unsere Weise. Wir alle teilten uns einen übergroßen Lolli, auch die Lehrer (°∀°)b. Dann, natürlich ganz hyperaktiv von dem Zuckerschock, johlten wir die Straßen mit diversen deutschen „Schlagern“ voll. Die Nachwirkungen zeigten sich spätestens dann, als wir bei einem alten, sehr pompösen Lebensmittelladen ankamen. Erschöpft sammelten wir unsere Kräfte zusammen, um wenigstens der Erzählung über Schokolade zuzuhören. Nach einer kleiner Pause auf der äußeren Fensterbank dieses Geschäfts, ging es auch schon wieder Richtung Schule. Dort angekommen holten wir unsere Sachen und Jule, Jana, unsere Austauschpartner und ich machten uns auf den Weg zu einem Sushi-Restaurant. Es war wie eine kleine Entspannungs-Oase. An den Fenstern lief Wasser hinunter und eine Wand halb aus Glas änderte ihre Farbe. Nach dem ich die Hälfte aufgegessen hatte, wusste ich: Sushi wird nicht mein liebstes Gericht.

Danach sind wir wieder nach Hause gefahren. Wir waren sehr müde. Zuhause bin ich dann tot ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.