Moskauaustausch 2015 - GUM, Mausoleum und die Erlöserkathedrale

Moskauaustausch 2015 – GUM, Mausoleum und die Erlöserkathedrale

Liebe Leute,

das Wetter in Moskau bleibt immer noch sonnig und warm, was uns zu einer weiteren Stadterkundung motiviert.

Heute war wieder einer dieser Tage, bei denen man am liebsten im Bett liegen bleiben würde. Aber erst am Wochenende darf man sich den Luxus gönnen und sich ausruhen.
Ich stand auf und vollzog mein Morgenritual: aus dem Bett hüpfen, frühstücken, anziehen, duschen und aus dem Haus springen. Nur das Letzte klappte nicht. Jan musste seine Freundin abholen und so verspäteten wir uns. Mark rief ein Taxi, aber da es schon spät war, entstand (wie immer in Moskau um dieser Uhrzeit) ein lang anhaltender Stau. Zur Schule schafften wir es aber rechtzeitig.

Des Weiteren mussten wir uns einen Raum für unsere Projektstunde suchen, da der Schlüssel für unser Klassenzimmer 107 heute irgendwie fehlte. Nach der Doppelstunde war wieder Zeit für unsere Lieblingsführerin Frau Makowa. Wie jeden Tag bewegten wir uns mit der U-Bahn in Richtung Roter Platz (oder wie das in der Metrosprache heißt: „Bibljoteka imieni Lenina“).
Was ich an älteren Personen mag, ist, dass manche viel wissen und auch das Erzählte selbst miterlebt haben. Frau Makowa gehört dazu. Sie erzählte uns eifrig die Geschichte Russlands vor und nach dem Krieg. Genauer gesagt, ging es um den Verlauf der Oktoberrevolution in Moskau. Das Witzige dabei war, dass sie es erzählte, während wir in der Schlange zum Leninmausoleum standen. Im Mausoleum war es für uns seltsam, einen eins mächtigen Mann einfach dort wehrlos liegen zu sehen.

Danach bewegten uns auf die andere Seite des Roten Platzes zum GUM. Frau Makowa fragte, ob jemand weiß, was GUM bedeutet aber keiner kannte die Antwort. GUM bedeutet: Glawny Uniwersalny Magasin, was auf Deutsch mit Hauptallzweckwarenhaus übersetzt werden kann. Es existiert schon seit den 90er Jahren des 19. Jahrhundert. Es enthält viele Geschäfte, die in drei Reihen und auf 3 Ebenen verteilt sind. Der Laden ist kurz gesagt wunderschön, so wohl von Innen als auch von Außen.

Herr Hakuba, Frau Makowa, Andi und ich aßen russischen Pfannkuchen der Bliny heißt. Wir unterhielten uns ein bisschen über Politik und dann ging es auch schon weiter zu einem Geschäft, wo ich einen hand bemalten Teller für meine Tante kaufte. Alle Teller sind Unikate und es gibt sie in allen Variationen.
Danach bewegten wir uns in den 1. Stock, wo wir Sirupwasser tranken, welches sehr süß war. Als Abschied warfen wir alle einen Rubel in den zentralen Springbrunnen des GUM (um wieder zu kommen).
In der Schule trafen wir unsere Partner, die schon seit drei Stunden auf uns warteten. Mark und ich mussten schnell weg, weil er noch Archäologie-Unterricht hatte. Damit ich mich nicht langweilte, kaufte er mir einen Ticket für ein Museum, welches sich neben der Schule befand. Ich kannte die meisten Werke, da es sich hier um italienische Kunst handelte, also war ich früher draußen als gedacht und setzte mich vor das Museum auf die Treppen und wartete.
Als Mark kam, gingen wir sofort nach Hause und dabei erzählte er mir, warum er es möge zum Archäologie-Unterricht zu gehen und er sagte er fände dort Leute, die sich auch gerne für Archäologie interessieren. So einen Ort würde ich auch gerne in Deutschland finden, wo ich mich mit anderen Leuten über Physik unterhalten könnte.
Zu Hause habe ich mich aufs Sofa gelegt und ein Buch gelesen.
Damit war der Tag zu Ende und ich ging schlafen.