Müll ist Gold wert

Wusstet ihr schon, dass sich in Müll auch Gold befindet? Nein?! Dann erklären wir es jetzt! Also fangen wir an: Wir haben die Projektgruppe interviewt und folgendes herausgefunden: Als die Gruppe mit 18 Kindern und Herr Wahl-Aust zur Müllverbrennung gegangen ist, haben sie sich Gedanken gemacht und sind darauf gekommen, dass es schlecht ist, Müll zu verbrennen, denn in dem Müll befinden sich giftige Materialien und auch wertvolle Metalle – richtiges Gold eben. Den giftigen Anteil Müll kann man aber nicht einfach wegsperren! Nils berichtet uns: „Mir macht dieses Projekt sehr viel Spaß, denn ich lerne viel über den Müll, von dem wir nicht mal wussten, dass er so wertvoll sein kann!“ Malik fügt hinzu: „Ja, mir gefällt es auch sehr. Außerdem haben wir viel bei der Müllverbrennung über diese Metalle im Müll gelernt. Zum Beispiel, dass man die Metalle in alten Handys wieder verwenden kann; für neue Handys oder für Schmuck.“ Die Gruppe hat sehr viel Spaß und ihr Ziel ist es, dass alle Menschen sorgfältiger mit Müll umgehen.

Text von Era, Oliver und Jakob

Berichte aus der Projektgruppe:

Waste for energy!

Am 29.9.2015 haben wir im Projekt 3 „Müll ist Gold wert!“ einen Ausflug in die Müllverbrennungsanlage gemacht. Wir hatten eine Führung mit Herrn Pützhofen von den Stadtwerken Düsseldorf. Von ihm erfuhren wir sehr interessante Dinge und es hat uns allen Spaß gemacht. Ich erzähle nun, was wir erfahren haben:
Die Anlage arbeitet 24 Stunden pro Tag und das 900-1000°C heiße Feuer wird nie ausgemacht. Bei den 170 Arbeitern wird die Arbeit folgendermaßen eingeteilt. Es gibt einen Morgendienst, der von 6:00 Uhr bis 14:00 Uhr dauert und einen Abenddienst, der von 14:00 Uhr bis 22:00 läuft. Die Arbeiter haben auch einen Nachtdienst, der genauso wie die anderen Schichten 8 Stunden lang geht und von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr dauert.
Müllwagen kommen an Werktagen von 8:00 bis 14:00 Uhr. Am Rosenmontag werden ganze 15t Müll verbrannt. An normalen Tagen sind es aber weniger. Die Müllverbrennungsanlage kann ganze 450.000t im Jahr verbrennen, tut es aber nicht, weil eine Feuerungsanlage nur als Reservebetrieb benutzt wird. Die Anlage ist nie leer, obwohl nachts und am Wochenende kein Müll abgeladen wird. Das bekommen sie hin, indem sie an den anderen Tagen immer nur ein bisschen verbrennen, so dass nachts und am Wochenende noch genügend Müll zum Verbrennen da ist. Denn sonst geht ja das Feuer aus und es dauert mehrere Stunden, bis die richtige Verbrennungstemperatur erreicht wieder ist.
Nachdem Herr Pützhofen uns alle Fragen beantwortet hatte, gingen wir nach draußen. Alle bekamen rote Schutzhelme, ohne die man sich in der Anlage nicht aufhalten darf. Wenn der Müll angeliefert wird, fahren die LKWs zunächst auf eine Plattform, unter der sich eine riesige Waage befindet, auf die sich die ganze Projektgruppe später noch gestellt hat. Das war ziemlich lustig. Danach kamen wir an die Stelle, wo die LKWs ihren Müll in den Müllbunker gekippt haben, was wir natürlich auch beobachtet haben. Später gingen wir dann in die Anlage rein. In dem Gebäude roch es sehr schlimm, aber das war uns in dem Moment egal. Denn wir kamen wir an eine Stelle, wo man das Feuer ganz nah sehen konnte. Man hat das Gefühl, dass man es hätte anfassen können. Das Feuer war aber zum Glück mit einem Glas versperrt, so dass es gar nicht heiß war und in den Augen nicht wehtat. Mit der Hitze wird im Kraftwerk Flingern Strom produziert und auch das Schwimmbad geheizt: „Waste for energy“ sagen die Engländer dazu, denn man kann auch mit dem Abfall etwas Sinnvolles machen!

Gregor Hoffmann

Kompost ist Gold wert!

Wer einen Komposthaufen zuhause hat, weiß, wieso Kompost Gold wert ist. Ein Kompost ist Gold wert, weil man aus Biomüll neue Erde machen kann, auf der dann wieder neue Pflanzen wachsen können. Das ist der Kreislauf des Biomülls. Das ist Gold wert, weil die wertvollen Stoffe so wiedergewonnen werden und keine Deponien (Lagerstätten für Abfall) angelegt werden müssen.
Das Kompostieren ist ein natürlicher Prozess, den man beschleunigen kann, indem man den Mikroorganismen, die für die Zerlegung des Biomülls sorgen, bestimmte optimale Bedingungen schafft. Z.B. der Weg eines Tannenasts durch eine Kompostieranlage geht in etwa so: Er wird mit einem LKW zur Anlage gebracht und zusammen mit anderem Grünschnitt und Küchenabfällen auf einen Haufen geworfen. Dann wird er geschreddert und in der Rottehalle auf einem Haufen gelagert. Die Bakterien brauchen dazu Luft, Wärme, Feuchtigkeit und eine große Fläche, um sich auf den Pflanzenteilen anzusiedeln. Der Biomüll bekommt Luft, indem er durcheinandergewirbelt wird, Feuchtigkeit und Wärme entsteht beim Kompostieren.
Dabei wird er zersetzt. Wenn der Kompost fertig ist, wird er gesiebt. Dort werden die kleinen Teile vom Grobkorn getrennt. Das Grobe wird verkauft zum Düngen von Feldern und das feine Material eignet sich hervorragend für den Gartenbau. Der Kompost ist also Gold wert!

Jona Stroeks

Wie verpackt die Natur ihre Früchte?
Und was passiert mit der Verpackung?

Wir haben heute viele verschiedene Früchte gegessen und genau untersucht, wie diese verpackt werden. Die Natur verpackt die Bananen mit einer Schale, die die Banane schützt. Wenn man die Banane aufschneidet, sieht man schwarze Punkte. Das sind die Samen der Banane. Durch die Tiere, die die Bananen essen, werden diese Samen verteilt. Dadurch wachsen neue Stauden, die neue Bananen tragen. Die Bananen, die wir gegessen haben, stammten aus Tansania.

Bei den Kaktusfeigen ist es etwas anders: Sie verpackt die Kaktusfeige mit einer Schale. Wenn man sich genauer die Kaktusfeige anschaut, dann denkt man: Hä? Kaktus? Da müssen doch Stacheln sein! Das stimmt, aber die Früchte haben keine Stacheln, da die Natur das so gemacht hat: Damit es die Pflanzen auch noch in der Zukunft gibt, müssen die Samenkörner verteilt werden. Dies geht nicht, wenn die Tiere es nicht machen. Wenn es Stacheln gäbe, würden sich die Tiere nicht trauen die Kaktusfeige anzufassen, da sie pickt. Deshalb hat die Natur es so gemacht, dass es keine Stacheln gibt.
Die eigentliche Frage ist: WIE VERPACKT DIE NATUR DIE KAKTUSFEIGE? Die Natur verpackt die Kaktusfeige auch mit einer Schale. Wenn man sie aufschneidet, sind die schwarzen Punkte im Inneren die Samen, die die Tiere verteilen und aus denen dann neue Kakteen wachsen.

Die Bananenschalen und die Schalen der Kaktusfeigen haben wir auf den Komposthaufen im Schollgarten geworfen, wo sie in ein paar Monaten wieder zu Erde werden. Auf dieser Erde wachsen dann wieder neue Pflanzen. So recycelt die Natur ihre Verpackung.

Düsseldorf den, 30.09.2015

Melanie Lach

Waste for energy!

Die Müllverbrennung ist nicht einfach nur ein Häuschen mit einem Feuerchen und einem kleinen Räumchen als Lagerstelle für den Müll, nein, und man kann auch nicht einfach jeden Müll per Hand zur Müllverbrennung bringen, sondern das ist ein langwieriger Prozess mit vielen Schritten und der Notwendigkeit ständiger Überwachung, Wartung und Kontrolle.
Aber von Anfang an: Du isst eine Banane und liegst dabei auf einer alten Couch. Am nächsten Montag, wenn die Müllabfuhr kommt, findest du die Couch doof, schmeißt die Bananenschale weg und willst die Couch den Müllmännern gleich mitgeben. Dann sagen die dir, dass du die Bananenschale erst vom Müll trennen und in die braune Tonne werfen solltest.
Wird sie aber nicht entdeckt, wandert deine Bananenschale weiter und landet schließlich in der Müllverbrennungsanlage. Dort wird sie erst einmal ein paar Stunden in einem riesigen Müllbunker im Inneren der Müllverbrennungsanlage gelagert, wo Unterdruck herrscht und riesige Kräne an der Decke hängen, die bis zu 4,5 t packen können. Schließlich wird der Müll weitertransportiert zur 800 – 900°C heißen Walzenrostfeuerung, wo er zu Asche und Rauch verarbeitet, durch ein raffiniertes Filtersystem gereinigt und zur Fernwärme und Stromgewinnung genutzt wird. Die Asche geht dann einen anderen Weg: Die Schlacke wird zum Straßenbau verwendet und die giftige Flugasche wird zur Füllung von alten Stollen im Untertagebau verwendet. Damit in der Müllverbrennungsanlage in der Nacht kein Unglück passiert, sind ca. 170 Mitarbeiter angestellt, die zu verschiedenen Zeiten, also Schichten, arbeiten.
Fazit: Pro Jahr werden in Düsseldorf ca. 450.000 t Müll auf 160.000t Abfall verringert und die Verbrennungsenergie wird zur Stromgewinnung und für Fernwärme genutzt. Der Abfall muss nicht auf Deponien gelagert werden, sondern kann zum Straßenbau und der Füllung von Stollen im Untertagebau genutzt werden. Also:
WASTE FOR ENERGY!!!
(Aus Abfall mach Strom!!!)

Jonathan Wolter

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