Zeitzeugengespräche und Projekte zur NS-Zeit

Zeitzeugengespräche und Projekte zur NS-Zeit

„Aber aus Liebe zu kommenden Generationen muss nach Beendigung des Krieges ein Exempel statuiert werden, dass niemand auch nur die geringste Lust je verspüren sollte, Ähnliches aufs neue zu versuchen. Vergesst auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems, merkt Euch die Namen, auf dass keiner entkomme! Es soll ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre!“

aus: Weiße Rose: Flugblatt IV

 

Seit den 1970er Jahren gehören Zeitzeugengespräche, in denen es darum geht, die Gräuel, den Terror aber auch das trügerisch-„harmonische“ Alltagsleben des NS-Regimes zu verstehen, zu den festen Bestandteilen des GSG-Schullebens. Insbesondere zu Fragen des „Deutschen Faschismus“, „Unterdrückung und Widerstand“, „Vergangenheitsbewältigung“, Entnazifizierung“ u. Ä. wurden immer wieder Gespräche zwischen Betroffenen oder Opfern und Schülerinnen und Schülern gesucht.

Die Begegnung mit Zeitzeugen bedeutet für die Schülerinnen und Schülern unserer Schule stets ein besonderes Erlebnis. Dies geht weit über jeden Informationswert und den Gewinn an Anschaulichkeit hinaus; denn in der Regel führen die Gespräche mit Zeitzeugen zu tiefen Emotionen, manchmal gar zu Erschütterungen bei den Gästen und den Schülerinnen und Schülern.

Ausdrücklich bedanken möchten wir uns für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf.

Gertud Deschner-Schmitt