Das tapfere Schneiderlein von Hoi An

Liebe Eltern, liebe Freunde!

Bereits gestern sind wir alle mehr oder weniger gesund und munter nach vierstuendiger Busreise in Hoi An angekommen – unserem Aufenthaltsort fuer die kommenden vier Tage.

Die erste Sehenswuerdigkeit, die wir mit unserem Guide Dung besichtigt haben, war eine Tempelstadt “My Son”, die zum Reich der Cham im suedoestlichen Teil des heutigen Vietnams gehoerte.

Wie fuer uns alle unschwer zu erkennen war, wurde My Son 1969 im Vietnam-Krieg von US-amerikanischen Flugzeugen bombardiert, wodurch viele der Bauten fast restlos zerstoert wurden. 1999  ist My Son zum UNESCO – Weltkulturerbe erklaert worden. Doch trotz einer solch hohen Auszeichnung fiel es uns allen merklich schwer, bei tropischsten Temperaturen und nach einer anstrengenden Busfahrt den Worten des Guides zu folgen.

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Endlich am Phuoc An River Hotel angekommen, freuten sich alle auf das heiss ersehnte Essen. Und was ein Wunder – es gab Reis! Was aber nicht bedeuten soll, dass es uns nicht allen, wie eigentlich immer, doch geschmeckt hat.

Anschliessend konnte die Freizeit selbst gestaltet warden, die meisten nahmen jedoch das Angebot unseres Guides wahr und liessen sich in Hoi Ans Alstadt massgeschneiderte Kleidung anfertigen.

Zurueck im Hotel freuten sich alle auf ihr Bett. Die Vorfreude auf Strand, Sonne und Meer in den naechsten Tagen bescherte wohl allen schoene Traeume.

Mit Ausschlafen war`s trotzdem nichts, denn um 8:30 Uhr hiess es rauf aufs Rad und ab die Post. Mit Fahrrad und Helm wurde gecruised, was das Zeug haelt.

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Wer nur leider nicht mitspielte, war der liebe Wettergott. Also machten wir notgedrungen Pause in einem netten Café, nachdem wir nicht nur auf der Strasse gefahren sind, sondern auch durch landwirtschaftlich bebautes Gebiet gefuehrt wurden. Das Besondere daran: Auch in Vietnam scheint es Bio zu geben, wie uns erklaert wurde. Statt mit giftigen Pestiziden wird mit organischen Mitteln geduengt.

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Nach der Pause ging es dann zu Fuss weiter. Besichtigt wurden frueher Versammlungsorte der Ming Chinesen, die vor mehr als 200 Jahren aus ihrem Land fluechteten und die japanische Bruecke, die uebrigens auch auf der Rueckseite des 20.000 Dong Geldscheins abgebildet ist. Zudem besuchten wir ein 208 Jahre altes Haus, das von sieben Generationen bis heute bewohnt wird. Danach ging es zum Mittagessen.

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Ab zwei Uhr war Freizeit angesagt. Der lang ersehnte Strandbesuch fiel dann nur leider buchstaeblich ins Wasser. Statt der Strandliege tat`s fuer die meisten aber auch ihr Hotelbett um ein wenig verpassten Schlaf nachzuholen. Andere wiederum konnten dem Angebot des Hotelpools nicht widerstehen.

Diejenigen, die am Tag zuvor etwas beim Schneider in Auftrag gegeben haben, hatten heute die Gelegenheit erste Ergebnisse zu begutachten.

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Gerade wartet schon der Bus auf uns, der uns zum Restaurant in der Altstadt bringen wird. Die Ankunft in Hoi An war fuer alle mehr oder weniger anstrengend, jedoch kann die Vorfreude auf die kommenden (Strand)-tage niemandem mehr die gute Laune nehmen.

(Ine und Laura A.)