Bericht: Austausch Düsseldorf – Maubeuge 2006

Und es war wieder so weit. Der Frankreichaustausch vom 25. bis zum 31 März 2006 war für einige die größte Erfahrung überhaupt. Doch für andere auch der günstige Urlaub im schönen Frankreich.

Am Anfang gab es natürlich wieder die Sorte von Austauschschülern, die ihre Zweifel hatten:
„Werde ich sie verstehen?“, „Ich kann doch gar kein Französisch!“, „Was passiert, wenn mich mein/e Austauschschüler/in mich nicht mag? – was überhaupt, wenn ich ihn/sie nicht mag?!

Die Busreise war ziemlich angenehm und der Bus modern.
Nach etwa 3 Stunden waren wir auch schon in Frankreich. „Oh mein Gott, da ist ja mein Austauschschüler – der sieht ja überhaupt nicht aus wie auf dem Foto“… Viele hatten Blockaden den eigenen Partner anzusprechen (und das ja auch noch auf Französisch), doch dies veränderte sich sofort. Alle fingen an sich mit allen Sprachen zu verständigen:

« Salut, as-tu fais un bon voyage?»
„Was?!“
„Du hattest gute Reise?“
„Oui, merci!“, waren die ersten Anfangssätze, die überhaupt gesagt worden.

Ab jetzt musste jeder selbst zurechtkommen, denn die Wege trennten sich, da jeder einzelne zu seiner Gastfamilie musste. Man war in Frankreich, doch das sah so natürlich aus, wie in Deutschland halt – nur, dass die Autos gelbe Autokennzeichen hatten und alles auf Französisch war. Doch die Menschen sahen auch aus wie wir.
Man war für zwei Tage auf sich alleine gestellt, da man am Wochenende nur etwas in der Gastfamilie unternahm. Einige haben sich untereinander getroffen, doch der größte Teil war mit seiner Gastfamilie unterwegs.

Wir haben alles gemeinsam unternommen, waren zusammen in der Schule, in Reims einer der größeren Städte in der Umgebung. Dort durften wir den Champagner-Keller der Familie Lanson besichtigen, wo uns die Champagnerproduktion gezeigt wurde. Außerdem haben wir in Belgien einen erstaunlichen Aufzug für Schiffe besichtigt. Ziemlich groß, ziemlich spannend. Am Donnerstag war dann der Höhepunkt des Austauschs: Lille, die zweitgrößte Stadt in Frankreich.
Es gibt einfach so viel zu erzählen, zu sehen und so viel zu entdecken, doch eine Woche ist dann doch viel zu kurz. Am Abend war dann der traurige Abschiedsabend und alle hofften auf ein Wiedersehen. Die letzten Stunden vergangen wie im Flug. Viele waren traurig und jeder hat bemerkt, dass die vor der Reise gemachten Vorurteile gegenüber den Franzosen überhaupt nicht mit der Wirklichkeit übereinsprachen.

Es ist von Vorteil diesen Austausch einmal mitgemacht zu haben, da Frankreich eine reiche Kultur zu bieten hat. Außerdem werden die sprachlichen Erfolge nach einer kurzen Woche stark sichtbar. Auch knüpft man Kontakte, die man in der Zukunft über das moderne Internet pflegen kann. Dies verbessert natürlich auch die schriftlichen Kompetenzen eines Schülers.

Hakan Östen