Zeitzeugengespräch mit Holocaustüberlebenden aus Haifa

Zeitzeugengespräch mit Holocaustüberlebenden aus Haifa

Am Freitag, den 6. Februar, waren vier Überlebende des Holocaust aus der Düsseldorfer Partnerstadt Haifa zu einem Zeitzeugengespräch im Geschwister-Scholl-Gymnasium.
Die vier Zeitzeugen Shoshana Direnfeld, Anita Fainaro und das Ehepaar Michael und Gital Koifman waren auf Initiative des Vereins Brücke Düsseldorf – Haifa e.V. zu Besuch in der Landeshauptstadt und und traten in Schulen in Düsseldorf, Solingen und Neuss auf. Der Besuch war ein Teil des Projektes Erinnerung-Verantwortung-Zukunft.
Vor SchülerInnen der Oberstufe erzählten die Gäste von ihren traumatischen Erlebnissen.
Als Juden wurden sie während des Zweiten Weltkrieges verfolgt, ausgegrenzt, in Kzs bis zur physischen und psychischen Erschöpfung gequält. Sie haben einen großen Teil ihrer Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verloren.
Sichtlich berührt bedankten die SchülerInnen sich bei den Gästen aus Haifa .
Informationen zu den Zeitzeugen:
Shoshana Direnfeld: Geboren 1928 in Cluj (Ungarn). Sie und ihre Familie wurden im Juni 1944 nach Auschwitz deportiert, die Eltern wurden getötet. Shoshana Direnfeld wurde anschließend in das Arbeitslager Oberhohenelbe gebracht.
Anita Fainaro: Geboren 1930 in Tschernowitz (Rumänien) kam zunächst ins Ghetto, wurde dann ins Lager Balta deportiert. Bei der Befreiung war sie gerade 14 Jahre alt.
Michael Koifman: Geboren 1937 in Britaschni (Rumänien). 1941 wurde die ganze Familie ins Lager Berschet deportiert, die Mutter und viele Familienmitglieder starben dort.
Gital Koifman: Geboren 1939 in Britaschni. 1941 wurden alle Juden ihrer Heimatstadt ins Ghetto transportiert. Die ganze Familie der Mutter wurde umgebracht. Der Vater musste ins Arbeitslager. Ihre Tanten väterlicherseits konnten sie retten.
Bedanken möchten wir uns bei unserer früheren Biologielehrerin Frau Klüger, die mit ihren Sprachkenntnissen in Hebräisch und Russisch hervorragend übersetzte.
Den Kontakt zum Geschwister-Scholl-Gymansium stellte Frau Deschner-Schmitt her.