Blickkontakte - Das Scholl schaut sich um

Blickkontakte – Das Scholl schaut sich um

13 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen haben sich am Sonntag auf den Weg nach Moskau gemacht. Die ersten beiden Tage hatten es schon sehr in sich. Kennenlernen der Gastgeber – eine neue, ganz andere Schule – eine mit Geschichte vollgepackte, moderne Megametropole.

Aber lesen Sie selbst… Fynn berichtet von seinen ersten Erfahrungen…

Erfahrungsbericht Moskau
Tag 1 Ankunft
8.10.2017

Um 8.45 Uhr bin ich mit dem Auto am Flughafen, wo Nikita und Cinta schon gewartet haben, angekommen. Dann folgte der Check-in und um 10:05 Uhr das Boarding. Um 10:45 Uhr ist das Flugzeug abgehoben. Neben Mathis war der Flug ganz chillig. Wir haben uns abgewechselt und so konnte ich auch mal am Fenster sitzen. Die Wolken waren sehr tief und mit großen Lücken, wodurch man die Städte und die Wälder gesehen hat. Nach ungefähr einer Stunde sah man dann zwischen den Wolken das Meer. Wir hätten nicht gedacht, dass wir über die Ostsee fliegen. Um 15:00 Uhr sind wir gelandet und wurden von den russischen Austauschschülern erwartet. Daniil hatte noch Schule und ich wurde von seiner „Mutti“ abgeholt. Die Wohnung von Daniil ist in der Nähe der Moskauer City. Die Zugfahrt durch Moskau war sehr interessant, der Zug sieht ähnlich wie in Deutschland aus. Nur das, was man im Fenster sieht, ist ganz anders. An den Rändern der Zugstrecke wird viel gearbeitet. Manchmal läuft sogar jemand über die Schienen. Auf den Baustellen sieht es sehr chaotisch aus. Das ganze Baumaterial liegt auf einem Haufen und auf den Baugrundstücken stehen tausende Wellblechhütten. (Ich weiß allerdings nicht, ob das überall so ist.) Auf dem Weg vom Flughafen zu Daniils Wohnung haben wir Daniil eingesammelt und ich konnte meinen Gastbruder endlich kennen lernen.

Nur Daniil kann in seiner Familie (Oma, Mutter und er selbst) Deutsch sprechen.  Und er hat mit mir eine kleine Stadtführung gemacht. Nachdem wir an vielen verschiedenen Gebäuden, kleinen, großen, alten,  modernen, schönen, hässlichen vorbeigelaufen sind, kamen wir in einer Wohnung im 7. Stock eines Hinterhofhauses an, in der uns die Oma schon erwartete. Hungrig wartete ich auf das Essen! Als dann aber Kürbissuppe serviert wurde, war ich sehr enttäuscht, da die Suppe zu den Gerichten zählt, die ich nicht sehr gerne mag. Komisch war zudem, dass ich das Essen alleine nur mit Daniil, anstatt mit der ganzen Familie, gegessen habe. Dann wurden noch Handynummer und das WLAN Passwort ausgetauscht und ich bin erschöpft ins Bett gefallen.

Von Fynn

Am nächsten Morgen ging es nach einem kurzen Besuch in der Schule auf eine lange Stadtrundfahrt mit Frau Machowa, die unglaublich viel zu „ihrer“ Stadt erzählen konnte, Mathis berichtet genaueres von seinem zweiten Tag in Moskau…

Erfahrungsbericht 2. 9.10.2017
Heute morgen bin ich um 6:40 Uhr aufgestanden habe aber erstmal gechillt, da ich noch Zeit hatte. Zum Frühstück gab es Pfannkuchen nach russischer Art mit sehr viel Fett. Dazu gab es noch Marmelade und so etwas wie Joghurt. Das alles hat sehr gut geschmeckt. Gegen 8 Uhr wurden wir dann von einem Bekannten von meiner Gastfamilie abgeholt. Dieser fuhr sehr schnell und riskant, als er zwischen zwei anderen Autos hindurch schoss, dachte ich, wir würden jetzt einen Unfall bauen. In der Schule angekommen, wurde uns die Schule gezeigt. Dort war ich beeindruckt von den sehr kleinen Klassenzimmern und dem Schulmuseum im Erdgeschoss der Schule. Nach 2 Stunden in der Stunde wurden wir mit einem Bus durch Moskau gefahren. Frau Machowa erzählte uns sehr viel über die verschiedenen Gebäude und die an jeder Straßenecke vorhandenen Statuen von Dichtern oder anderen berühmten Persönlichkeiten. An manchen Orten sind wir ausgesteigen und haben Bilder gemacht, dabei hatten wir viel Spaß. Wie schon gestern beeindruckte mich die Abwechslung zwischen riesigen hoch modernen Wolkenkratzer, wunderschönen alten Kirchen und hässlichen Plattenbauten nebeneinander. Nach der Rundtour aßen wir noch in der Schule. Danach gingen wir mit einigen Teilnehmern des Austausches in ein imposantes Einkaufszentrum, dort chillten wir bis ca. 5 Uhr. Daraufhin sind wir mit der Bahn nach Hause gefahren und haben den Abend ausklingen lassen.

von Mathis