"Kirchen für das Volk"

„Kirchen für das Volk“

Rüdiger berichtet heute von seinen Eindrücken bei unserer Führung durch die Moskauer Metro und seinen alltäglichen Erlebnissen…

3. Tag in Moskau
Heute morgen wurde ich von meinem Wecker geweckt. Noch im Halbschlaf hörte ich ein Kratzen an der Tür. Es war Jewa, die kleine Hündin meiner Gastfamilie. Ich öffnete die Tür und sie kam herein. Ich streichelte Jewa, sie war so süß. Daraufhin zog ich mich an und ging zum Frühstück. Weil Nastyas Mutter immer den ganzen Tag arbeiten muss, konnte sie kein frisches Brot holen, also war das Brot schon etwas fest, aber man konnte es trotzdem gut essen. In der Schule überlegten wir uns, wie wir den Deutschunterricht für die 7. Klasse gestalten. Ich arbeite mit Nikita zusammen. In dieser Stunde lernte ich erst, wie schwer es die Lehrer haben (ohhh ja!!!) und was ich alles falsch gemacht hatte, als ich selber unterrichtete. In der 2. Stunde standen Hospitationen auf dem Plan. Ich ging mit Nikita, Isabella und Sara in die 4. Klasse. Sie hatten Deutsch. Ich sollte mich als erstes vorstellen. Ich dachte, dass sie fast gar kein Deutsch sprechen und habe deshalb ganz langsam gesprochen. Doch ich war verblüfft, wie gut sie doch schon Deutsch sprachen. Danach sollten wir über unsere Ferien berichten und haben Fragen gestellt bekommen. Das Wort „Federball“ haben die Kinder immer wieder benutzt. Ich fand das sehr eigenartig. Außerdem war es sehr komisch, wie genau die Schüler Vokabeln lernen mussten, genau wie in Latein.

In unserem Raum bekamen wir eine Einführung in die Geschichte der Metro, die wir anschließend besichtigten. Dort machten wir eine Menge Fotos. Herr Hakuba hat zweimal einen Kopfstand gemacht. Das witzigste Bild entstand, als wir uns auf den Boden legten, die Beine verschränkten und in die Kamera lächelten. Ich fand, dass alle Stationen wunderschön waren. In jeder Station waren die Böden aus Marmor und es gab viele Mosaikbilder. Die längste Rolltreppe sind wir auch gefahren, diese verdient ihren Namen wirklich! (Fahrtzeit 3.20 Min bei einer Geschwindigkeit von 9km/h – Wie lang ist die Treppe?)

Nachdem wir aus dem Untergrund kamen, gingen wir zurück in die Schule, wo wir eine Stunde später von unseren Partnern abgeholt wurden. In der Zwischenzeit sahen wir uns die Fotos an, die Frau Pütz bis jetzt geschossen hatte. Cinta hatte immer einen eigenartigen Gesichtsausdruck. Ich wurde von Nastyas Freundin zu ihrer Wohnung gebracht. Dort wartete ihre Großmutter auf mich. Sie machte mir Essen und ich bedankte mich auf Russisch, da sie kein Deutsch spricht. Trotzdem können wir uns verständigen. Um 19 Uhr kam Nastya zurück. Ich entspannte mich bis dahin. Nachdem sie gegessen hatte, schrieb ich den Bericht und Nastya machte ihre Hausaufgaben.