BLICKKONTAKTE - DAS SCHOLL IM OSTEN

BLICKKONTAKTE – DAS SCHOLL IM OSTEN

Zum 30. Mal haben sich Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen am Montag auf den Weg nach Moskau gemacht. Die ersten beiden Tage hatten es schon sehr in sich. Kennenlernen der Gastgeber – eine neue, ganz andere Schule – eine mit Geschichte und Kultur vollgepackte, moderne Megametropole. 

Aber lesen Sie selbst… Oualid und Ilja berichten von ihren ersten Erfahrungen…

Erfahrungsbericht Nummer 1

MOSKAU – DIE STADT DER SUPERLATIVE

Es ist dunkel, kühl und laut, ohrenbetäubend laut und lauter Menschen. Es regnet, Züge rattern auf den Gleisen und oben auf dem Dach des Bahnhofsgebäudes, ganz groß und manchmal beleuchtet erstrahlt ein Schriftzug: „MOCKBA“. Der „Rest“ verlief schnell. 
Ich stehe auf und überlege, was alles passiert ist. Da steht auch schon Savva vor meiner Tür. Er klopft (vorsichtig).„Hallo bist du wach?“, fragt er mit russischem Akzent. „Ja Savva, komm rein“, antworte ich noch ganz verschlafen. Er zeigt mir alles.. Bad, Küche und Wohnzimmer. Es ist klein… aber sehr schön und gemütlich. Ich begebe mich in die Küche, die Mutter empfängt mich mit einem freundlichen Lächeln. Zum Frühstück gibt es sehr leckere Kellogs. Nicht, dass ich noch nie Kellogs gegessen hätte, aber sie waren besonders lecker…Wahrscheinlich war es das Zusammenspiel der mit Schokolade gefühlten Kellogs und der Milch, welches einen süßen Geschmack in meinem Mund hinterließ. Savvas kleine Schwester Vivienne ist dauernd am Kichern. Nach der Schule, welche FAST wie unsere ist, gehe ich mit Savva raus. Die Metro ist sauber und hell. Ganz Moskau ist sauber, sehr sauber. In den Einkaufszentren gibt es nichts Altes, LEDs überall! Alles funkelt, Makellos…
von Oualid B.

Erfahrungsbericht Nr. 2

Der zweite Tag in Moskau fängt wieder mit frühem Aufstehen an, welches mit ungewohnter Hetktik verbunden ist, da alles schnell gehen muss. Nichtsdestotrotz bleibt Zeit genug, ein entspanntes Frühstück, welches mich mehr als satt macht, gemeinsam mit meiner Gastfamilie einzunehmen. Lecker ist es natürlich auch! Kaum aus der Wohnung raus, im Hinterhof, welcher von großen Hochhäusern umzingelt ist, steigen wir ins Auto (natürlich in ein deutsches Auto) und befinden uns schon inmitten der gigantischen Straßen Moskaus. Gleichzeitig bedeutet dies auch, im Stau zu stehen. Man erblickt direkt die Skyline aber auch die alten Bauten Moskaus, ein guter und vor allem schöner Mix aus Moderne und Altbau. Für Entfernungen, die mit dem Auto in Düsseldorf ca. 15 Minuten dauern, fährt man in Moskau, wenn es gut läuft, locker 45 Minuten. Dies stört mich allerdings nicht, ich habe mehr Zeit, mir diese fantastische Stadt genauer anzugucken. Meine Gastfamilie ist sehr nett; nichts anderes hatte ich in Russland eigentlich auch erwartet. Meine Austauschpartnerin hat im Vergleich zu mir einen ziemlich vollen Terminplan. Als ich sie fragte, welche Serien sie denn gerne schaue, antwortete sie mir, dass sie keine dafür habe. Ich war verdutzt! Keine Zeit für Serien? Schwer vorstellbar, doch auch nachvollziehbar, denn fast jeden Tag ist eine AG angesagt und abends, wenn man nach einer langen Fahrt nach Hause kommt, ist man todmüde und geht schlafen. Jedoch ist das mit dem Einschlafen nicht immer ganz leicht! Eine Mücke hat sich in mein Zimmer verirrt und summt die ganze Zeit in meinem Ohr. Sobald ich das Licht anmache, ist das Mistvieh vom Erdboden verschwunden. So kommt es, dass ich um drei Uhr nachts im Pyjama eine Mückenjagd veranstalte. Ein wenig Heimweh kommt natürlich auch noch dazu.
von Ilja